Unsere Rebsorten

Das Markgräflerland ist eine Region mit langer Weinbaugeschichte. Verschiedene Rebsorten werden schon seit Jahrhunderten traditionell im Markgräflerland angebaut. Hierbei handelt es sich in erster Linie um den weißen Gutedel, den Müller-Thurgau und den Spätburgunder Rotwein. Rebsorten also, die aus unserer Landschaft nicht wegzudenken sind. Doch weil auch der Weinanbau immer wieder dem Wandel unterliegt ,nicht zuletzt durch die sich langsam vollziehenden Klimaveränderungen, ist es sinnvoll, „neue“ Rebsorten auszuwählen, die das klassische Weinsortiment bereichern mögen. Nicht zuletzt ist es auch der Weintrinker selbst, der durchaus seinen Geschmack im Laufe seines Lebens mehrfach ändert und somit indirekt zur Sortenauswahl eines Weinerzeugers beiträgt.

Die Verteilung der Rebsorten auf den Anbauflächen des Winzerkellers Auggener Schäf ist wie folgt:

45% Gutedel
18% Spätburgunder Rotwein
8% Müller-Thurgau
8% Regent Rotwein
21% weitere Sorten in unterschiedlicher Verteilung Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Gewürztraminer, Nobling, Riesling, Muskateller, Muskat-Ottonel, Cabernet und Nebbiolo.

Wein aus Auggen

Das Wappen unserer Gemeinde, das wir über dem Eingang in unser Rathaus in Stein gehauen sehen, zeigt eine Pflugschar, ein Rebmesser und Trauben. Könnte das Symbol für die Erwerbstätigkeit der Bewohner der Gemeinde besser gewählt sein. Acker- und Weinbau bilden seit altersher die Hauptbeschäftigung der Menschen, denen unsere Gemeinde Heimat ist.

Seit alten Zeiten wird auch das edelste Gewächs unserer Landschaft, die Rebe, bei uns angepflanzt. Schon im 8. Jahrhundert wird in Hach und Zizingen der Anbau von Reben urkundlich bezeugt. Unser Rebgewanne können auf ein beachtliches Alter zurückblicken. So wird Rebbau in der Röthe schon 1276, im Letten 1341, in der Mauchengass und im Bühl 1362, im Weingärtle und im Hütschel schon 1383 nachgewiesen. Weltliche und geistliche Herren aus der näheren und weiteren Umgebung hatten früher schon Weinberge bei uns. Dies wird verständlich, wenn man berücksichtigt, dass damals der Anbau von Reben, besonders da, wo dies mit Rodung verbunden war, ein größeres Kapital erforderte, das den Ortsansässigen in der Regel nicht zur Verfügung stand.

Mehr oder weniger gilt aber auch heute noch, was vor über hundert Jahren der Auggener Dorfpoet Christian Jost in dichterischen Worten festgehalten hat:

Der Rebmann muss sich redlich mühen
das ganze Jahr im Rebgeländ,
wenn ihm da keine Rosen blühen
und d’ Sorgen nehmen fas kein End,
die Hoffnung lässt er sich nicht rauben,
an Rebstock wird er dennoch glauben.